Folgenden vier Veranstaltungen sind öffentlich zugänglich:

Einführungsrede von Prof. Dr. Niko Paech (Universität Oldenburg) am 4.10.2016, 19 Uhr, Neue Aula, Audimax

Wirtschaftswachstum zwischen Hammer und Amboss

Der Klimawandel, Schuldenkrisen, die Verknappung jener Ressourcen, auf deren kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte, sowie Befunde der Glücksforschung zeigen, dass die Wachstumsparty vorbei ist.

Folglich sind die Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Demnach ist ein prägnanter Rückbau geldbasierter Versorgungssysteme vonnöten.

Suffizienz, moderne Subsistenz und kürzere Versorgungsketten werden dann wichtige Gestaltungsoptionen sein. Zudem ist die Postwachstumsökonomie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet, also durch Glück ohne Kerosin.

Zur Person:

Niko Paech ist außerplanmäßiger Professor für Produktion und Umwelt an der Universität Oldenburg. Er gehört zu den bekanntesten Wachstumskritikern und gilt als führender Postwachstumsökonom Deutschlands. 2012 veröffentlichte er „Befreiung vom Überfluss“ (Oekom).

 

Grillen im Klimagarten am 5.10.2016, ab 18 Uhr

Wir stellen zwar einen Grundstock, es sollte aber eigenes Grillgut mitgebracht werden.

Wegbeschreibung:

Mit dem Bus der Linie 2 Richtung WHO fahren und bei Sand Drosselweg aussteigen. Gegen die Fahrtrichtung zum ursprünglichen Lazaretts-Komplex laufen (nicht die Treppen hoch). Dort ist der restliche Weg zum Klimagarten dann ausgeschildert.

Poetry Slam am 6.10.2016 ab 20.00 Uhr im Ribingurumu, Mühlstr. 20., Tübingen

 

Abschlussrede von Luise Tremel, FUTUR ZWEI am 7.10.2016, 18.00 Uhr, Neue Aula, Audimax

So geht Veränderung – theoretisch

Verwandelt die Gesellschaft sich nicht freiwillig und gesteuert hin zu ökologischeren und sozialeren Lebens- und Wirtschaftsweisen, dann transformiert sie sich – mit offenem Ausgang – unter dem Druck von Klimawandel, erzwungener Migration und sozialer Ungleichheit: „by disaster“.

Welche Hoffnungen es für eine zielgerichtete Transformation „by design“ gibt, präsentiert Luise Tremel anhand von Beispielen der Stiftung FUTURZWEI, die sozial-ökologische Veränderungspioniere in Deutschland und der Welt porträtiert. Luise Tremel wird thesenhaft darlegen, unter welchen Bedingungen diese Personen und Gruppen erfolgreich agieren und woran auch die Bestmeinenden und Motiviertesten dieser Menschen scheitern können.

Aus dem Blickwinkel der Historikerin wird sie skizzieren, mit welchen Dynamiken und Herausforderungen zu rechnen ist, wenn eine Gesellschaft dauerhaft und langfristig in eine bestimmte Richtung verändert werden soll.

Weil sich nur in der Praxis erweisen kann, wie tragfähig diese Überlegungen sind, wird Luise Tremel ein eigenes Veränderungsvorhaben kurz vorstellen – samt der Lehren, die sie dafür aus ihren Beobachtungen zieht.

Zur Person:

Luise Tremel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der gemeinnützigen Stiftung FUTURZWEI und promoviert am Norbert Elias Center für Transformationsdesign und -forschung der Europa-Universität Flensburg über die Dynamik langfristiger gesellschaftlicher Veränderungsprozesse. Sie hat Geschichte und Literaturwissenschaften studiert und arbeitete bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

Konzerte und Party am 7.10.2016 um 20.00 Uhr im Schlachthaus

Rockkonzert mit Arrive und anschließende Party mit Mixed Music

www.schlachthaus-tuebingen.de