Hier findet ihr eine Übersicht über die angebotenen Workshops 2015:

Workshop Block 1:

oikos

Ist dies das wichtigste Dokument des 21. Jahrhunderts? – Nur drei Tage nachdem die SDGs in New York verabschiedet werden, sehen wir uns die Ziele für nachhaltige Entwicklung genauer an. Warum sind sie wichtig? Wie sieht eine Welt aus, die diese Ziele erfüllt? Was bedeuten sie für uns und wie können wir helfen sie zu erreichen? Der Workshop wird mit Euch interaktiv gestaltet. Nachdem wir uns intensiv mit den SDGs beschäftigt haben, werden wir Wege in Tübingen und der Welt erkunden, aktiv daran mitzuarbeiten. Ihr werdet die Gelegenheit haben die internationale Organisation oikos kennenzulernen. Bei Interesse entwickeln wir im letzten Teil des Workshops auch eine gemeinsame Initiative, um die SDGs bekannter zu machen oder bei der Umsetzung zu helfen. Mehr Infos unter: www.oikos-tuebingen.org oder unter www.fb.com/oikostuebingen

Alexander Bernhard, Johannes Brehme (World Citizen School)

Social Entrepreneurship – Hands-On

Der Workshop vermittelt den TeilnehmerInnen die Grundlagen von Social Entrepreneurship in der Praxis. Anhand von beispielhaften Social Entrepreneurs werden die TeilnehmerInnen unterstützt ihre eigenen Potenziale und Ressourcen zu erkennen und in Teams erste Ideen zu entwickeln.

Cradle to Cradle

Ein Teppichboden, der die Raumluft reinigt; Windeln, um Bäume zu pflanzen; essbare Sitzbezüge und ganze Städte wie Wälder. Klingt utopisch?Cradle to Cradle (dt.: von der Wiege zur Wiege) steht für ein Innovationskonzept, das Produkte nach dem Prinzip der Ökoeffektivität als biologische oder technische Nährstoffe neu erfindet. Jedes C2C-Produkt gehört in einen von zwei Kreisläufen, die Biosphäre (biologisch abbaubare Verbrauchsgüter) oder die Technosphäre (technisch wiederverwertbare Gebrauchsgüter). Als „Kreislaufwirtschaft“, die das zukünftige Produktleben von Anfang an (also schon bei der Herstellung) berücksichtigt, unterscheidet sich C2C vom klassischen Recycling (Downcycling), bei dem Materialien häufig ihre Ausgangsqualität einbüßen. Das Konzept findet auch Anwendung in der Architektur („Gebäude wie Bäume“).In dem Workshop sollen aktuelle gesundheitlich und ökologisch bedenkliche Probleme angesprochen, sowie das Cradle to Cradle-Konzept als Lösungsansatz in Theorie und Praxis vermittelt werden. Zum Weiterdenken und Fragen stellen wird ebenfalls Raum sein.Für Recherche im Internet und evtl. zum Erstellen einer Präsentation wäre es gut, einen eigenen Laptop mitzubringen. Das ist aber keine notwendige Voraussetzung, um an dem Workshop teilzunehmen. Jeder ist willkommen.Weitere Infos unter: www.c2c-verein.de

Oder auf Facebook unter: https://www.facebook.com/C2C.eV

Transition Initiative Tübingen

Die Psychologie der Transformation: kein äußerer Wandel ohne einen inneren Wandel

Transition Town bezeichnet eine Stadt im Übergang in eine andere nachhaltige Gesellschaft. Wie diese Gesellschaft in Zukunft aussehen wird, wissen wir nicht. Das sie anders sein wird, dass wissen wir wohl. Das kündigen die Krisen unbeirrt aller Eindämpfungsversuche an, die sich vor allem in der Energiekrise (Peak Oil), dem Klimawandel und der Finanzkrise äußern.

Wie dieser Übergang gestaltet werden kann, erprobt die Transition Bewegung in experimentellen Räumen (Reallobore). In konkreten Projekten ist es möglich, sich Transformationskompetenzen zu erarbeiten, die eine wichtige Grundlage und den nötigen Blick für einen zukunftsfähigen Weg bereiten sollen. Ein Hauptaugenmerk hat dabei die Transition Bewegung auf den inneren Wandel gelegt, denn sie weiß, dass das, was uns außen begegnet, nur ein Spiegelbild unserer inneren Denkweisen und Strukturen ist. Psychologische Modelle des Wandels helfen uns, dies zu analysieren, aufzubereiten und zu verändern. Hier finden wir Antworten auf die Frage, wie kannst du deine innere Transformation lenken, um deine Kompetenzen und Potentiale für eine sinngebende Veränderung der Welt einzubringen.

Anti Corruption International

In einem Planspiel wollen wir die Teilnehmer in eine Situation versetzen, in der sie sich zwischen dem rechtmäßigen Weg oder dem falschen Weg entscheiden müssen. Werden sie unmittelbaren persönlichen Wohlstand dem Wohl der Gesellschaft und nachhaltigem Wohlstand vorziehen? Die Teilnehmer werden aufgeteilt in verschiedene Gruppen der Gesellschaft: die regionale Regierung, die Behörden, die Zivilbevölkerung, der Dorfvorsteher, der multinationale Konzern und die Medien.

Die Situation in der sich die Teilnehmer vorfinden werden: Ein Konzern versucht die Schürfrechte für ein Silbervorkommen zu erwerben; die Bevölkerung befürchtet, dass durch den Abbau das Ökosystem der Region nachhaltig geschädigt werden könnte. Die Medien berichten über das Geschehen, doch wie wahrheitsgetreu? Und wie gewissenhaft verhalten sich die Behörden bei der Vergabe der Schürfrechte.

Die Teilnehmer können sich je nach Situation zwischen einem persönlichen Vorteil und dem Gesamtwohl entscheiden. Ihre Entscheidung beeinflusst auch, wie sich die Umweltsituation im Land in Zukunft verändern wird. So muss man nicht nur den jetzigen Profit, sondern auch die langfristige Perspektive betrachten.

Wie wirst du dich also entscheiden?

Bunte Wiese

In den letzten Jahren ist die Zahl der Pflanzen- und Tierarten in Deutschland deutlich zurück gegangen. Hauptgrund hierfür ist, dass immer weniger Lebensraum zur Verfügung steht. Nicht nur in ausgewiesenen Naturschutzgebieten, sondern auch auf den vom Menschen stärker genutzten Flächen sollen attraktive Lebensräume entstehen. Denn auch in der Stadt und auf landwirtschaftlichen Flächen können viele Arten leben, wenn ihnen geeignete Strukturen geboten werden. Öffentliche Grünflächen haben dafür ein großes Potenzial.

Gemeinsam mit euch wollen wir die Stadt Tübingen und den Campus unter die Lupe nehmen!  Welches Potential ist vorhanden? Welche Flächen eignen sich – welche nicht? Was kann man direkt tun? Welche Hürden sind zu nehmen?

Die „Bunte Wiese“ ist eine Initiative zur Förderung der Artenvielfalt auf öffentlichen Grünflächen. Sie wurde im Zuge des Jahres der Biodiversität 2010 von Studierenden und MitarbeiterInnen der Universität Tübingen gegründet, welche sich sich für ein nachhaltiges Pflegekonzept der öffentlichen Parks und Grünanlagen der Stadt Tübingen einsetzen.

Amnesty International

Der Workshop beschäftigt sich mit alltäglichen Menschenrechtsverletzungen in der sogenannten „dritten Welt“, an denen wir als Konsumenten in unterschiedlichem Maße Teil haben. Wir möchten euch die Organisation Amnesty International, unsere Arbeitsweise und unsere Erfolge auf diesem Gebiet vorstellen. Dazu werden wir ausgewählte Fallbeispiele erläutern, um die Grundlagen und Lösungsmöglichkeiten solcher Menschenrechtsverletzungen mit euch zu erarbeiten und zu diskutieren.

Workshop Block 2:

IGS e.V.

Zur Frage der sozialen Nachhaltigkeit gehört das Thema gesundheitliche Chancengleichheit und Gleichstellung. Unterschiede in der Lebenserwartung gelten als harter Indikator für soziale Ungleichheit. Entsprechend ist der sozioökonomische Status ein signifikanter Prädiktor für Gesundheit; es heißt: Weil du arm bist, musst du früher sterben. Dabei liegt die erhöhte Morbidität und Mortalität der „Armen“ weit weniger am individuellen Gesundheitsverhalten, an geringerer Vorsorge oder an zu spätem Arztbesuch, sondern vor allem daran, in Milieus mit erhöhten Risiken zu leben.
Dabei spielt auch die Geschlechtszugehörigkeit eine wichtige Rolle. Neugeborene Mädchen haben in Deutschland aktuell eine um fünf Jahre höhere Lebenserwartung als Jungen; unter Armutsrisiko nimmt dieser Unterschied nochmals zu. Offensichtlich reagieren Männer empfindlicher auf sozialen Stress und Konkurrenzdruck, gleichzeitig sind sie diesem häufiger ausgesetzt. In den „gesunden“ Gruppen (Gesundheitsverhalten, geringerer sozialer Stress usw.) finden sich dagegen mehr Frauen.
Was ist zu tun, um gesundheitliche Ungleichheiten abzubauen, Gesundheitschancen unabhängig vom sozialen Status zu eröffnen und Gesundheit „für alle“ zu ermöglichen?Methoden: interaktiverVortrag, Diskussion, aktivierende Übungen, persönlicheStandortbestimmung

Ingo Rohlfs

Verkehr – ein scheinbar alltäglich und sattsam bekanntes Thema. Tatsächlich werden sowohl die Entscheidungen der Verkehrsteilnehmer,als auch die der Planer unbewusst,aber äußerst wirkmächtig von modernen Mythen bestimmt.Diese sind überwiegend dem Ziel der Nachhaltigkeit direkt entgegengesetzt.Die Beschäftigung mit den Mythen stellt daher einen völlig unterschätzten Hebel zur Generierung von Nachhaltigkeit dar, und zwar nicht nur beim Verkehr.
In diesem Workshop werden zunächst Werkzeuge zum Erkennen von Mythen an einigen praktischen Beispielen vorgestellt.

Danach sollen kreativen Wege entwickelt und geprüft werden, dunkle Mythen aufzulösen oder fruchtbar werden zu lassen.

Rethinking Economics

Seit über fünf Jahren, als einige ihrer Mitgliedsstaaten in Zahlungsschwierigkeiten gerieten, wird die Eurozone von einer schwerwiegenden Krise heimgesucht. Das Krisenmanagement der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF konnte bisher nicht die erwünschte Wirkung erzielen, von einem absehbaren Ende der Krise kann keine Rede sein. Es stellt sich die Frage, ob die richtigen Maßnahmen nur noch nicht ihre volle Wirkung entfalten konnten oder ob die sie selbst teil des Problems geworden sind. Die Antwort ergibt sich logischerweise aus einer Analyse der Ursachen und Natur der Krise. Im Workshop werden wir verschiedene Interpretations-Ansätze diskutieren. Dabei wollen wir insbesondere auf den Problemkomplex unausgeglichener Handelsbeziehungen zwischen verschiedenen Ländern eingehen. Hieran anknüpfend werden wir außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte in einem größeren Kontext betrachten und fragen, inwiefern sich über die Eurozone hinaus wichtige Erkenntnisse für ein optimales Design der Weltwirtschaft als ganzer ergeben. Es gibt in diesem Zusammenhang einen interessanten Vorschlag von Keynes, der in jüngerer Zeit von Janis Varoufakis aufgegriffen wurde. In einem letzten Schritt soll in den Blick genommen werden, inwiefern Ungleichgewichte zwischen verschiedenen Volkswirtschaften mit zunehmender Ungleichverteilung innerhalb einzelner Länder, wie sie von Thomas Piketty in Capital beschrieben wird, in Zusammenhang steht. Der Workshop setzt kein wirtschaftswissenschaftliches Fachwissen voraus und ist allgemeinverständliche gehalten.

Welwitschia — Bildungsinitiative für Namibia e.V.

Von Deutschland aus scheint der afrikanische Kontinent weit weg. Deutschen Medien nach scheint Afrika das Paradies für Tiere aber die Hölle für Menschen zu sein: Armut, Hunger, Epidemien, politische Krisen und krieg scheinen dort allgegenwärtig zu sein. Viele negative Nachrichten und Dokumentationen über den „wilden Kontinent“ erreichen uns täglich und bilden ein unvollständiges Bild von „Afrika“.
Dieses Bild repräsentiert nicht die ganze Realität. Obwohl es viele Beziehungen zu afrikanischen Ländern gibt, ist unser Wissen über diese Länder oft marginal. Ein Beispiel hierfür ist Namibia. Deutschland scheint dort überall vertreten zu sein, nicht nur aufgrund der kolonialen Geschichten sondern auch aufgrund der 80.000 Touristen die das Land jedes Jahr besuchen.
In diesem Workshop wird mit den TeilnehmerInnen über das eigene Bild von afrikanischen Ländern am Beispiel von Namibia gesprochen. Es wird erörtert wie dieses Bild entstehen konnte und wie es bei den TeilnehmerInnen selbst aber auch in der deutschen Gesellschaft verändert werden kann.

Verena Tribensky

Let’s Make Zines! Du bist gerne kreativ und hast Lust auf ein eigenes kleines Projekt? Dann melde dich für diesen Workshop an! Wir stellen gemeinsam Zines, also kleine selbstgemachte Heftchen/Magazine, her. Ich führe euch in die Geschichte der DIY Zine-Kultur ein und gebe euch Inspiration für euer eigenes Exemplar (oder auch mehrere…). Zines gibt es zu allen möglichen Themen in vielen Varianten, ob künstlerisch oder erzählerisch usw., ihr habt hier die Freiheit zu machen, was ihr möchtet. Ich freu mich auf euch!

Holger-Andreas Elsner („Nachhaltige Entwicklung beginnt in unserem Denken – Wie das Individuum einen signifikanten Beitrag für die Gesellschaft leisten kann!“)

Der Paradigmenwechsel hin zu sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit beginnt in unserem Denken. Einstein wies mit seinem berühmten Zitat „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“ darauf hin. Beim Workshop geht es um das Potenzial und die Umsetzung dieser „neuen“ Denkweise. Studierende, demnächst ins Berufsleben eintretende Menschen, können als spätere Führungskräfte wesentliche Impulse an den neuralgischen Positionen in den Unternehmen setzen. Hierzu müssen sie zunächst selbst für sich die Potenziale entdecken und Qualitäten entwickeln, die sie zu einflussreichen und erfolgreichen Akteuren in diesem Berufsumfeld machen wird. Nur dann wird es ihnen gelingen ihre Visionen im Späteren als vorbildhafte Führungskraft verkörpern und umsetzen zu können. Der Workshop erläutert die hierfür entscheidenden Qualitäten Intuition, Empathie, Charisma, Führungsstärke und Begeisterungsfähigkeit. Sie machen den Unterschied zwischen Topmanagern und Mitarbeitern.Studierende werden im Wirtschaftsleben erfolgreicher sein, wenn sie sie bereits vor Eintritt in das Berufsleben entwickeln. Der Workshopleiter spricht aus eigener 20jähriger Erfahrung in leitenden Positionen  (u.a. Daimler AG, Unicredit und Investmentbanking).

BUND

Mittlerweile belegen zahlreiche Studien, dass grüne Oasen in der Stadt nicht nur für Vögel, Fledermäuse und Insekten wichtige (Teil-)Lebensräume sind, sondern unsere Gesundheit direkt davon profitiert. Wir wollen in der direkten Umgebung des Seminargebäudes erkunden + fotografieren, welche Art von Grünfläche bei Euch (weshalb?) gut ankommt und wo es sich nur um wenig wirksames „Betongrün“ handelt (eventuell ergänzt um eine Kurzumfrage bei PassantInnen). Außerdem soll die Frage „Nachverdichtung in Städten“ versus Zersiedelung im Außenbereich diskutiert werden. Schließlich: Wie könnte man ordnungsliebenden StadtbewohnerInnen die Bedeutung von Blumenwiesen und nicht akkurat gepflegten Grünflächen vermitteln?

Workshop Block 3:

Helmut Rau (INWO)

Alles dreht sich ums Geld. Die einen haben immer mehr davon die anderen immer weniger. Manche Länder werden reicher, manche ärmer. Muss das sein? Können wir einfach zurück zur Tauschwirtschaft? Oder gibt es die Möglichkeit ein System zu implementieren, das die Vorteile einer Tauschwirtschaft mit denen eine Geldwirtschaft verbindet? Sind Finanzkrisen in einem Geldsystem unvermeidbart? Oder gibt es Möglichkeiten ein stabiles Geldsystem zu installieren? Welche Faktoren bewirken diese Umverteilung von Arm zu Reich und wieso stolpern wir von einer Krise in die Nächste? Gibt es Alternativen? Erleben Sie Aha-Effekte, was unseren Wirtschaftskreislauf betrifft. Anschaulich und lebensnah erarbeitet und mit Planspielen dargestellt. Bereichern Sie Ihr Wissen was die undurchsichtigen Finanzthemen in den Medien betrifft, sodass Sie die Zusammenhänge erkennen und verstehen können. Vorwissen ist für diesen Workshop keines erforderlich – Neugierde und die Bereitschaft Neues zu betrachten reicht zum Mitmachen!

you-manity

Globale Gesundheit – Global Health

Vom einen zum nächsten Stadtteil sinkt die Lebenserwartung um mehr als 10 Jahre. Nicht Bagdad, nicht Belgrad—sondern auch in Städten wie Berlin manifestiert sich soziale und ökonomische Ungleichheit in der Gesundheit der Menschen.

In dem Workshop soll es darum gehen, wieso Gesundheit so ungleich über den Globus verteilt ist, warum Krankheit ein politisches und nicht nur ein medizinisches Thema ist, was soziale Determinanten sind und warum arme Menschen an fast allen Erkrankungen häufiger leiden und sterben.

Holger-Andreas Elsner („Die Staatsschuldenkrise verspielt die Zukunft unserer jungen Generation – warum unser gegenwärtiges Finanzsystem nicht nachhaltig ist und letztlich scheitern wird“)

Die Grenzen des Egoismus und die Gemeinschaft als Modell der Zukunft. Der Egoismus der letzten Jahrzehnte, der den individuellen Vorteil und den Eigennutzen zum obersten Ziel erhob, hat ausgedient. Die heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen sind hinsichtlich Qualität und Komplexität gewaltig und ohne Präzedenz. Wir werden sie nur dann meistern, wenn wir unsere individuellen Fähigkeiten zusammenführen und als Gemeinschaft agieren. Warum das heutige, nicht nachhaltige Geldsystem dieser Anstrengung diametral entgegensteht und die Menschen unweigerlich zu Konkurrenten macht sowie welche fatale Wirkung das mittlerweile exzessiv eingesetzte Fremdkapital auf die Gesellschaft hat, ist Gegenstand des Workshops. Der Workshopleiter spricht aus eigener 20jähriger Erfahrung in leitenden Positionen  (u.a. Daimler AG, Unicredit und Investmentbanking).

Act for Animals

Eine vegane Lebensweise ist in vielerlei Hinsicht nachhaltig: die gesundheitlichen Vorteile einer rein pflanzlichen Ernährung beugen vor allem Zivilisationskrankheiten vor und können dabei helfen, ein langes und gesundes Leben zu führen. Außerdem ist sie ressourcenschonend und trägt zu verantwortungsvollem Verhalten gegenüber unserer Umwelt bei, auf die wir alle – und besonders kommende Generationen – angewiesen sind. Und nicht zuletzt tut sie vor allem eins: Leben schätzen und schützen und ist gelebter Respekt vor empfindungsfähigen Lebewesen. Neben den Themen Gesundheit und Nachhaltigkeit werden wir uns auch mit den Umständen in der Tierhaltung befassen, sowie mit einem psychologischen Ansatz, der unser (oft sehr widersprüchliches) Verhalten im Umgang mit Tieren erklärt und eine Lösung anbietet.

PapierPilz

Dies ist ein Workshop für Hände, Kopf und Mund. Es wird ganz viel passieren und direkt entstehen.Wir werden unser Projekt vorstellen, gemeinsam Blöcke produzieren, uns über Papierverbrauch- und Verarbeitung informieren und damit Materialien zur Umweltbildung herstellen, Ideen austauschen und noch viel mehr.

Symposium „ABC-Gefahren“

Das deutsche System des Bevölkerungsschutzes setzt auf Freiwilligkeit. Daher gibt es in fast jedem Ort eine Feuerwehr und viele Standorte von Hilfsorganisationen wie dem DRK sowie verwandter Organisationen. Dadurch kann ein enorm hoher Sicherheitsstandard zu geringen Kosten gewährleistet werden und mit der sehr hohen Anzahl an Helfern ist das auf dem Ehrenamt basierende System schwer zu überfordern (z.B. durch Naturkatastrophen oder Terroranschläge). Doch da immer weniger Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer für Einsätze freistellen, steht der deutsche Bevölkerungsschutz vor stark wachsenden Problemen.Wir möchten mit Euch über die Problematik sprechen, gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten und erörtern, wie ihr selbst auch ohne Mitgliedschaft in beispielsweise einer Feuerwehr aktiv werden könnt. Dass und wie ihr dabei selbst auch viele für Arbeitgeber attraktive Fähigkeiten erwerben könnt, erfahrt ihr in einer Erörterung des an der Universität Siegen u.a. von Studenten durchgeführten Modellprojektes Symposium „ABC-Gefahren“. Begleitet wird der Workshop von Experimenten und Vorführungen.

Workshop Block 4:

Greening

Wir von Greening the University e.V. Tübingen setzen uns für mehr Nachhaltigkeit an der Uni ein. In diesem Workshop wollen wir euch zeigen, wie diese Arbeit aussehen kann. Die Uni verpflichtet sich im Rahmen des EMAS (Eco-Management and Audit Sceme), einem Umweltmanagement-Instrument der EU, Maßnahmen zur nachhaltigen Umgestaltung der Uni durchzuführen. Wir als Studierendeninitiative können Maßnahmen vorschlagen und auch selbst durchführen. Mit euch zusammen möchten wir uns darum bemühen, dass es eine Vorgabe für regionale, saisonale Caterings gibt. Macht mit und lernt, wie die Uni funktioniert, wie wir arbeiten und was wir mit eurer Hilfe bewegen können!

Greening the University ist auch Veranstalter des „Studium Oecologicum„.

Studieren Ohne Grenzen Deutschland e.V.

Postkoloniale Perspektive, was ist das? Was bedeutet eigentlich postkolonial? Gibt es Rassismus heute noch? Und wenn ja, was haben Hilfsorganisationen damit zu tun? All diese Fragen und die Auseinandersetzung mit einem kritischen, postkolonialen Blick werden in dem Workshop „Postkoloniale Perspektiven“ beleuchtet. Durchgeführt wird der Workshop von der gemeinnützigen und entwicklungspolitischen Studierendeninitiative Etudes Sans Frontières – Studieren Ohne Grenzen Deutschland e.V.. Nach Klärung der Frage, ob die Strukturen des Kolonialismus heute noch existieren, wird besonders die Wirkung und Macht von Bildern und Videos anhand eines Films „White Charity“ (Timo Kiesel und Carolin Philipp) untersucht. Kolonialisierte Denkmuster und eigene implizite Rassismen werden in Diskussionen reflektiert.

Effektiver Altruismus

Der Effektive Altruismus ist eine schnell wachsende Bewegung mit demZiel, die Welt für alle empfindungsfähigen Lebewesen in möglichst hohemMaße zu verbessern. Auf Basis wissenschaftlicher Methoden soll dabeiherausgefunden werden, durch welche konkreten Maßnahmen die größte Wirkung erzielt werden kann.

Was genau das bedeutet und warum wollen wir gerne mit euch diskutieren!

Gemeinwohlökonomie

88 Prozent der Menschen in Deutschland und 90 Prozent in Österreich wünschen sich laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung vom Juli 2010 eine Wirtschaftsordnung, die ethisches Verhalten zu Wohle aller belohnt. Die Gemeinwohlökonomie knüpft hier an und bietet eine Alternative zum aktuellen Wirtschaftssystem, das auf den Grundwerten Menschenwürde, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Solidarität und Demokratie aufbaut. Mittlerweile tragen über 1500 Unternehmen aus 30 Staaten die Idee weiter und immer mehr Privatpersonen,Unternehmen, Organisationen und Gemeinden schließen sich der Bewegung an.Im Workshop/ Seminar werden wir die Rahmenbedingungen dieser neuerWirtschaftsordnung diskutieren undGemeinwohlaspekten beschäftigen.

Umweltgewerkschaft Reutlingen/Tübingen

Ohne Wasser kein Leben. Im Workshop wird über die Frage diskutiert, warum wir Wasser brauchen, welche Bedeutung die Ozeane haben, was den Meeren schadet und wie wichtig das Süßwasser für unser Leben ist. Anhand nationaler und internationaler Beispiele („Fracking“) wollen wir zeigen, wie auf Kosten des Profits mit unserer wertvollen Ressource Wasser umgegangen wird und was wir dagegen tun können.Wir wünschen uns eine lebhafte Diskussion mit allen Teilnehmern.

Herbert Löhr (attac)

Handel müsste sich auf einen Austausch zwischen den Regionen mit ihren jeweiligen ökologischen und kulturellen Eigenarten gründen, die auf gerechte Weise ihre Produkte, Fähigkeiten und Handlungskraft teilen. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Handel hingegen immer weniger auf den Güteraustausch konzentriert, sondern mehr und mehr darauf, im Streben nach Unternehmensgewinnen soziale Schutzrechte und Umweltstandards zu beseitigen. Das Projekt des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA – die Transatlantische Handels-und Investitionspartnerschaft – engl. TTIP, ist hierfür ein beredtes Beispiel. Das Abkommen wird auch dazu beitragen, das systematische Überschreiten der Grenzen der Biosphäre unseres Planeten zu verschärfen.
Der ökologische Fußabdruck der EU – Ergebnis des bestehenden Handelssystems und seines Konsumniveaus ist einer der größten der Welt. Das hat weltweit für viele Menschen zu einem Verlust des Besitzes an Grund und Boden, Wasser und anderen Ressourcen geführt, während der Planet gleichzeitig in einen unumkehrbaren Klimawandel hineinsteuert. Deshalb ist es unausweichlich notwendig, eine neue Perspektive für den Handel zu ergreifen.
Von dieser Notwendigkeit überzeugt, haben sich mehr als 50 europäische Organisationen – in denen Bauern, Gewerkschafter, Menschenrechtsverteidiger, Umweltschützer, Netzwerke des gerechten Handels und Entwicklungsfachleute vertreten sind – zusammengetan, um ein Alternatives Handelsmandat für die europäische Handelspolitik zu entwickeln. Dieses spricht sich geleitet von dem Grundsatz „Mensch und Umwelt vor den Interessen der Wirtschaft“, für eine Revision der Handelsordnung aus, die in wirkliche und durchführbare Alternativen mündet, in denen der Handel der gesamten Welt und der Umwelt dient.
Der Referent Herbert Löhr, der in der Solidaritätsarbeit für Nicaragua und im Peru-Arbeitskreis des Aktionszentrums Arme Welt e.V. Tübingen aktiv ist, wird diese Konzept vorstellen.