Slot

Veranstalter

Titel & Text

Slot 1: Mi, 4.10., 10.00 – 13.00 Uhr

Slot 1,  WS 1

Herbert Löhr (attac)

EPA – Economic Partnership Agreement – Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit afrikanischen Staaten. Partnerschaft oder europäischer Neo-Kolonialismus?

Die Europäische Union verhandelt seit etwa 2103 über weitreichende Freihandelsabkommen mit verschiedene Ländern. Bekannt sind die Abkommen mit den USA (TTIP), Kanada (CETA), Japan (JEFTA) und TiSA mit 21 weiteren Ländern. Diese Abkommen haben wegen ihrer intransparenten Verhandlungsweise und in ihnen verankerten demokratiefeindlichen Vereinbarungen deutschland-und europaweit den massiven Protest und Widerstand der Zivilgesellschaft hervorgerufen. Deshalb ist das endgültige Schicksal dieser Verträge noch ungewiss. Nahezu unbemerkt finden daneben schon sehr viel länger Verhandlungen der EU, vor allen Dingen mit afrikanischen Staaten, über sog. Wirtschaftspartnerschaftsabkommen statt. Die angestrebten Abkommen haben eine lange Vorgeschichte. Inzwischen in einigen afrikanischen Ländern vorläufig in Kraft getreten, sind dort nachteilige und entwicklungshemmende Auswirkungen der Abkommen erkennbar. Mit der Strategie völliger Marktöffnung für europäische Exporte, längerfristiger Absenkung von Zöllen bis auf null und ähnlichen Maßnahmen, behautet die EU, damit den betroffenen Ländern neue Entwicklungschancen zu eröffnen und die Integration in den Weltmarkt zu erleichtern. Die Auswirkungen einer derartigen Handelspolitik an den Beispielen von Kenia und Ghana wirft jedoch zwingend die Frage auf, ob es sich bei EPA weniger um eine faire Handelspartnerschaft, als vielmehr um einen Art europäischen Neo-Kolonialismus handelt.

Slot 1,  WS 2

Effektiver Altruismus, Tübingen

Effektiver Altruismus – Welt verbessern für Fortgeschrittene?

Extreme Armut, Massentierhaltung oder Klimawandel stehen beispielhaft für enorme Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Zahlreiche gegenwärtig und zukünftig existierende Individuen sind von diesen globalen Problemen betroffen. Wie können wir unsere begrenzten Ressourcen so einsetzen, dass wir nicht nur etwas, sondern möglichst viel helfen?

Der Effektive Altruismus ist eine wachsende Bewegung mit dem Ziel, die Welt für alle empfindungsfähigen Lebewesen in größtmöglichem Maße zu verbessern. Auf Basis wissenschaftlicher Methoden und rationaler Denkweisen soll dabei herausgefunden werden, durch welche konkreten Maßnahmen die beste Wirkung erzielt werden kann.

Im Workshop wollen wir euch grundlegende effektiv-altruistische Konzepte vorstellen, wobei der Fokus auf dem Thema Entwicklungszusammenarbeit liegen wird. Wir werden gemeinsam diskutieren, was effektives Helfen bedeutet, wie es konkret umgesetzt werden kann und welche Denkfehler uns dabei häufig im Weg stehen. Wie können wir die Effektivität von Hilfsorganisationen messen? Inwieweit ist Entwicklungszusammenarbeit langfristig überhaupt sinnvoll?

Unsere Tübinger Lokalgruppe wurde im Herbst 2015 gegründet. Wir wollen Ideen sowie wissenschaftlich fundierte Informationen, die Helfen effektiver machen, kennenlernen, weitertragen und diskutieren. Dies geschieht einerseits durch Meetups, bei denen wir uns in lockerer Atmosphäre gegenseitig Themen vorstellen und uns darüber austauschen, andererseits beispielsweise durch Durchführung von Workshops oder das gemeinsame Besuchen von Konferenzen.

Slot 1,  WS 3

Sabine Maier

Intersektionalität – Gender und die Verstrickung von globalen Machtverhältnissen

Soziale Nachhaltigkeit ist untrennbar mit sozialer Gerechtigkeit verbunden. Es gibt jedoch mehrere historisch gewachsene Herrschaftsmechanismen, die zusammenspielen, um Menschen zu unterdrücken und auszuschließen. Feministinnen of Color kritisieren seit Jahrzehnten, dass weißer Feminismus Frauen als Gruppe mit einheitlichen Erfahrungen und Interessen darstellt, ohne Faktoren wie Rassismus, soziale Klasse, körperliche Beeinträchtigungen oder Sexualität zu berücksichtigen. So werden feministische Anliegen beispielsweise immer wieder für rassistische Diskurse und Politiken instrumentalisiert. In diesem Workshop soll das Konzept der Intersektionalität vorgestellt werden, das als Werkzeug dienen kann, um das Zusammenspiel und die Erscheinungsformen von strukturellen Macht- und Unterdrückungsmechanismen zu erfassen. Anhand interaktiver Methoden wollen wir unsere eigenen Verortungen in globalen Machtverhältnissen kritisch reflektieren.

Workshopleitung: Sabine Patricia Maier, M.A. Sozialwissenschaftlerin mit Schwerpunkten Lateinamerika und Gender Studies.

Slot 1,  WS 4

Agrarkoordination

Wer isst den Regenwald? Landwirtschaft – Täter und Opfer des Klimawandels

Der Klimawandel wird alle Bereiche des Lebens betreffen und verändern, aber kein Bereich wird so betroffen sein wie die Art und Weise unserer Lebensmittelproduktion (Gestaltung unsererLandwirtschaft). Hier ist die Verknüpfung zwischen Umwelt und menschlichem Handeln besonders eng und die Konsequenzen für die Ernährung einer wachsenden Bevölkerung weitreichend. Politikern, Wissenschaftlern und Bauern weltweit wird klar: Es wird sich viel ändern (müssen). Aber wie reagieren wir darauf? Wie schaffen wir es, auch unter neuen Umweltbedingungen ausreichend gesunde Nahrung zu produzieren und die Ernährungssituation zu verbessern? In diesem interaktiven Workshop setzten wir uns kritisch mit der Landwirtschaft als Täter und Opfer des Klimawandels aus einer globalen Perspektive auseinander. Dabei reflektieren wir inwieweit unsere eigenen Ernährungsgewohnheiten das Leben von Kleinbäuer*innen im globalen Süden beeinflussen und entwickeln Handlungsoptionen für eine klimafreundliche Landwirtschaft.

Die Agrar Koordination macht entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Landwirtschaft und Ernährung. Mit unseren Projekten setzen wir uns für eine vielfältige Landwirtschaft in Nord und Süd ein, die Ressourcen und Umwelt schützt und jetzt und in Zukunft alle Menschen ernähren kann.

Slot 1,  WS 5

IGS e.V., Gunter Neubauer

Gesundheit für alle?!

Zur Frage der sozialen Nachhaltigkeit gehört das Thema gesundheitliche Chancengleichheit und Gleichstellung. Unterschiede in der Lebenserwartung gelten als harter Indikator für soziale Ungleichheit. Entsprechend ist der sozioökonomische Status ein signifikanter Prädiktor für Gesundheit; es heißt: Weil du arm bist, musst du früher sterben. Dabei liegt die erhöhte Morbidität und Mortalität der „Armen“ weit weniger am individuellen Gesundheitsverhalten, an geringerer Vorsorge oder an zu spätem Arztbesuch, sondern vor allem daran, in Milieus mit erhöhten Risiken zu leben. Dabei spielt auch die Geschlechtszugehörigkeit eine wichtige Rolle. Neugeborene Mädchen haben in Deutschland aktuell eine um fünf Jahre höhere Lebenserwartung als Jungen; unter Armutsrisiko nimmt dieser Unterschied nochmals zu. Offensichtlich reagieren Männer empfindlicher auf sozialen Stress und Konkurrenzdruck, gleichzeitig sind sie diesem häufiger ausgesetzt. In den „gesunden“ Gruppen (Gesundheitsverhalten, geringerer sozialer Stress usw.) finden sich dagegen mehr Frauen. Was ist zu tun, um gesundheitliche Ungleichheiten abzubauen, Gesundheitschancen unabhängig vom sozialen Status zu eröffnen und Gesundheit „für alle“ zu ermöglichen?

Methoden: interaktiver Vortrag, Diskussion, aktivierende Übungen, persönliche Standortbestimmung

X igs – Tübinger Institut für Gesundheitsförderung und Sozialforschung e.V.

www.x-igs.de

Der Verein „IGS“ ist aktiv in den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsforschung geschlechterbezogene und Genderforschung Geschlechterpädagogik und Geschlechterbildung Sexualaufklärung und -pädagogik Körperpädagogik und Körperbildung Aus-, Fort- und Weiterbildung in diesen Bereichen.

Slot 1,  WS 6

Mehr Demokratie e.V, Sarah Händel

Wie kann die direkte Demokratie unsere Gesellschaft beleben?

Im September wird der Bundestag gewählt. Vor der Wahl sind die Interessen der Bürger/innen das Wichtigste. Doch dann geben wir unsere Stimme ab und sie ist weg, für vier ganze Jahre. Was wäre, wenn wir auch zwischen den Wahlen abstimmen dürften? Was wäre, wenn wir das Recht hätten, eine bundesweite Abstimmung zu fordern, wenn eine Entscheidung der Regierung umstritten ist, wie zum Beispiel bei den Freihandelsabkommen TTIP & Ceta? Was wäre, wenn wir die Chance hätten neue Ideen zur Abstimmung zu stellen, wie in der Schweiz das bedingungslose Grundeinkommen?

Das Vertrauen in die Politiker/innen ist mittlerweile auf 18 Prozent gesunken. Immer mehr Menschen wenden sich von der Demokratie ab, der Rechtspopulismus profitiert. Wir müssen uns dringend fragen: Wie können wir unsere Demokratie lebendiger, interessanter und zugänglicher machen? Wie können wir das Gefühl der Alternativlosigkeit aufbrechen? Wir stellen euch vor, was die direkte Demokratie uns zu bieten hat!

Mehr Demokratie ist die größte Nichtregierungsorganisation für direkte Demokratie. Überparteilich & gemeinnützig initiiert sie Kampagnen, bietet Beratung und wissenschaftliche Auswertung. Aktuelle Themen sind: die Einführung bundesweiter Volksentscheide, Reformen direkter Demokratie in den Kommunen & Ländern, Wahlrecht, Informationsfreiheit und die Demokratisierung der EU.

Slot 1,  WS 7

Solawi Tübingen, Klaus Gräff

Solidarische Landwirtschaft und kollaborative Netzstrukturen zur Erhaltung und Weiterentwicklung von bäuerlichen Landwirtschaften

Die gängigen Marktwirtschafts-Modelle scheinen an ihre Grenzen zu kommen. Mengenproduktion und Preisdumping bestimmen das Bild einer gewinnoptimierten Wirtschaft. Dies zeigt sich auch in der Landwirtschaft, wo es immer schwieriger wird, unter diesen und kommenden Bedingungen mit begrenzten Ressourcen und Klimaveränderungen langfristig für alle qualitative und erschwingliche Lebensmittel zu produzieren. Das wirft Fragen auf und fordert geradezu heraus, nach neuen ökonomischen, aber auch ökologisch-sozialen Ansätzen in z.B. kollaborativen Strukturen zu suchen …

Seit 2011 erfährt das Modell der Solidarischen Landwirtschaft (kurz Solawi) eine starke Verbreitung. Mit Transparenz und Mitgestaltbarkeit eröffenen sich Möglichkeiten, die letztendlich dazu führen, dass eine Jahresversorgung mit Lebensmitteln für eine Gemeinschaft durch einen Hof gesichert werden kann. Die Kosten werden durch die Gemeinschaft übernommen. Dadurch kann sich die Produktion von den Marktpreisen abkoppeln. In Deutschland sammeln mehr als 100 Solawi-Initiativen – davon 4 im Raum Tübingen-Stuttgart ihre Erfahrungen mit: Freude in gemeinsamer Verantwortung für den Menschen und unseren Ressourcen dem durchgängig möglichen naturnahen Produzieren Räumen, wo alte und wertvolle Sorten wieder angebaut werden können einer partizipativen u. kooperativen „Wirtschaft der kurzen Wege“ Transparenz, die zum Mitgestalten einlädt. der Vielschichtigkeit von Gemeinschaften und gegenseitiger Wertschätzung als ein großes Potential zukünftiger Herangehensweisen der Erkenntnis, dass das Wissen, wo meine Lebensmittel her kommen, für meine
Lebensqualität wichtig ist

siehe auch www.solawi-tuebingen.de

Slot 1,  WS 8

You-manity Tübingen e.V.

Nachhaltiger Konsum – ein Widerspruch?

Abstract: Bio, fairtrade, ökologisch, regional – fast überall begegnen uns diese Wörter inzwischen im Alltag. Ob Mode, Lebensmittel oder Technik – „grüne“ Produkte nehmen immer mehr Platz in unseren Geschäften ein. Was wir einkaufen und konsumieren wird mehr und mehr zu einer „ethischen“ Entscheidung.

Doch was ist nachhaltiger Konsum und kann Konsum überhaupt nachhaltig sein? Welche Rolle spielt (nachhaltiger) Konsum in unserer Gesellschaft? Wo liegt die Verantwortung für unseren Konsum – in unserem eigenen Lebensstil oder unserem gesellschaftlichen und politischen Umfeld? Was sind die Hoffnungen, Begehren und auch das gute Leben, welches wir in unserem Konsum suchen? In unserem Workshop wollen wir versuchen diese und andere Fragen zu beantworten. Gemeinsam mit euch wollen wir uns mit unterschiedlichen Dimensionen und Aspekten von Konsum und Konsumverzicht auseinandersetzen und kritisch darüber diskutieren. Der Workshop wird interaktiv mit euch gestaltet und jeder kann und soll seine eigenen Erfahrungen in die Diskussion miteinbringen.

You-manity Tübingen e.V. ist eine studentische Initiative die sich mit Nachhaltigkeit, Globaler Gerechtigkeit, Flucht- und Asyl sowie Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzt. Wir veranstalten regelmäßig Workshops und Bildungsveranstaltungen zu diesen Themen und treffen uns immer dienstags im Semester um gemeinsam zu diskutieren und zu planen. Du hast Lust dich bei uns zu engagieren? Schau gerne bei uns vorbei: http://tuebingen.you-manity.org/ oder https://www.facebook.com/you.manity/

Slot 1,  WS 9

Miethäuser-Syndikat

Das Miethäuser-Syndikat und die Schaffung bezahlbaren und selbstverwalteten Wohnraums

Wie würdest DU gerne wohnen?

Das Mietshäuser Syndikat ist ein Verbund von bundesweit über 120 Wohnprojekten, wovon sich fünf Wohnprojekte mit rund 300 Bewohner*innen in Tübingen befinden. Ziel des Mietshäuser Syndikats ist es, bezahlbaren und selbstverwalteten Wohnraum im Sinne der solidarischen Ökonomie zu Verfügung zu stellen. Somit werden Gemeingüter im Bereich Wohnraum geschaffen.

Zudem werden innerhalb der einzelnen Wohnprojekte diverse soziale, kulturelle und ökologische Ansätze und Projekte (Food Coops, Veranstaltungsräume, Umsonstläden, Bibliothek sozialer Bewegungen, etc.) verfolgt.

Die Exkursion umfasst eine Führung durch die Wohnprojekte Schellingstraße 6 und 4-Häuser-Projekt (beide in der Südstadt) auch verbunden mit Besichtigungen der „Projekte in den Projekten“ sowie Erläuterungen zu Hintergründen, Erfahrungen, etc. https://www.syndikat.org/de/ https://www.schellingstrasse. https://4haeuserprojekt

 

Slot 1,

WS 10

 

Amnesty International, Hochschulgruppe Tübingen

 

Land-Grabbing“ in Ländern des Globalen Südens

Wir sind die Hochschulgruppe Tübingen von Amnesty International, der größten Menschenrechtsorganisation mit über 7 Millionen Mitglieder. Wir arbeiten auf lokaler Ebene, betreiben Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit, z.B in Form von Ständen und Aktionen. Aber engagieren uns auch konkret zu bestimmten Einzelfällen, in denen Menschen unsere Hilfe brauchen, um sie vor ihren Regierungen zu schützen.

In unserem Workshop bei der Week of Links werden wir uns mit dem „Land Grabbing“ beschäftigen, also der (tw. illegalen) Aneignung von Land, insbesondere von agrarisch nutzbare Flächen, oft durch wirtschaftlich oder politisch durchsetzungsstarke Akteure. Dort werden v.a. Nahrungsmittel und Energiepflanzen für den Export angebaut, die dann den Investorländer dienen. Im Workshop werden wir uns Länder- und Fallbeispiele in Afrika, Asien & Lateinamerika anschauen. Und uns dann erarbeiten, was für Ursachen das „Land Grabbing“ hat und vor allem , was das für die Menschen vor Ort bedeutet: Von Nahrungsmittelmangel, über Landkonflikte hin zu ökologischen Folgen u.v.m.

Slot 2: 5.10., 10.00 – 13.00 Uhr

Slot 2,  WS 1

Wilfried Münch, GLS Bank

Die GLS – Ein Beispiel für nachhaltiges Bankwesen

Wir sind die erste sozial-ökologische Universal Bank der Welt. Unser gesamtes Bankgeschäft beruht seit Gründung 1974 vor über 40 Jahren auf konsequenten sozialen und ökologischen Kriterien, die unser gesamtes Investitions-, Anlage- und Finanzierungsgeschäft prägen.

Gesellschaftliche Entwicklungsfelder wie Wohnen, gesunde Ernährung. erneuerbare Energie, Bildung und Gesundheit sind unsere Arbeitsfelder.

Beispielsweise ist eine zukunftsfähige Energieversorgung aus unserer Sicht konsequent dezentral, erneuerbar und demokratisch organisiert, was bedeutet, dass nicht Großkonzerne sondern die Bürgerinnen und Bürger über die Energieversorgung bestimmen. In diesem Sinne finanzieren wir Projekte, Bürgerinitiativen und Unternehmen im Bereich regenerativer Energien. Mit dem ersten Windkraftfonds vor mehr als 20 Jahren, als die Erneuerbaren Energien noch in den Kinderschuhen steckten genauso wie heute, wo mit etwa einem Drittel aller von uns vergebenen Kredite, Wind- und Photovoltaikanlagen gebaut wurden

Im Bereich des Wohnens geht es uns darum Projekte und Unternehmungen zu begleiten und für uns zu gewinnen, die „Lebensräume“ und Menschen, die diese nutzen unter eine ganzheitliche Betrachtung stellen.

2012 wurden wir zum nachhaltigsten Unternehmen Deutschlands mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. In 2013 folgte die Auszeichnung auf europäischer Ebene. In 2016 wurden wir erneut zur Bank des Jahres gewählt. Rund 2000 Menschen monatlich entscheiden sich neu für eine Geschäftsverbindung mit der GLS Bank eG.

Ziel des Workshop ist es, einen Einblick in dieses seit über 40 Jahren erfolgreichen, wertebasierten Bankgeschäft zu geben, Geld als soziales Gestaltungsmittel zu beleuchten sowie bestehende Paradigmen für Geldanlage- und Investitionsentscheidungen kritisch zu hinterfragen. Dafür steht der Regionalleiter für Baden Württemberg der GLS Bank, Wilfried Münch, mit einem Impulsvortrag und anschließendem Gespräch zur Verfügung.

Slot 2,  WS 2

Transition Town

Transition Towns – Städte im Wandel … gelebte Nachhaltigkeit – Ein Einführungsworkshop für die Transition Bewegung in Tübingen

Transition Town bezeichnet eine Stadt im Übergang in eine „enkeltaugliche Gesellschaft“. Wie diese Gesellschaft in Zukunft aussehen wird, wissen wir nicht. Das sie anders sein wird, dass wissen wir wohl. Das kündigen die Krisen unbeirrt aller Eindämpfungsversuche an, die sich vor allem in der Energie- und Ressourcenkrise (Peak Oil), dem Klimawandel und in der Finanzkrise äußern.

Wie dieser Übergang gestaltet werden kann, erprobt die Transition Bewegung in „Reallobore“ mit konkreten Projekten (von Gemeinschaftsgärten im öffentlichen Raum bis Repaircafes oder 3D-Druckwerkstatt). Dort eröffnen sich die Möglichkeiten Visionen zu kreieren, Erfahrungen zu sammeln oder Transformationskompetenzen einer sich wandelnden Gesellschaft näher zu kommen. Ob Studierende, BürgerInnen oder UnternehmerInnen, Transition bietet die Plattform, verbindet Kompetenzen und unterstützt Projekte, die im Sinne der Nachhaltigkeit initiiert werden wollen. Nachhaltigkeit leben heißt auf kreativer Art und Weise die erworbenen Fähigkeiten für einen wirksamen Wandel in den Alltag zu integrieren. Das ist unser Thema. Ihr könnt dabei sein. Dabei werden die folgenden Themen der Transformation konkret in der Region Tübingen umgesetzt:

  • Verbindung eines selbstbestimmten Lernens mit Nachhaltigkeitsthemen

  • Entwicklung und Erprobung ökologisch und sozial verträglicher Lebensstile

  • Vielfalt im Wohnen mit organisierter Nachbarschaftshilfe oder auch wirtschaftlichen Gemeinschaften

  • Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe durch bewussten Konsum und Bürgerbeteiligungsmodelle

  • Ressoucenbewusstsein schaffen, regionale Stoffkreisläufe erforschen

  • Gemeinschaftgärten gründen und vegetarische Küchen thematisieren

  • Etablierung einer Regionalwährung, sowie Tauschsysteme und Zeitbanken

  • Ernährungssouveränität durch gemeinschaftsgetragene Landwirtschaften erproben

  • Carsharingprojekte, Null – Emissions Mobilitätskonzepte fördern

  • weitesgehend dezentrale Energieerzeugung unterstützen, mehr Autonomie anstreben

  • neue Ideen entwickeln

Slot 2,  WS 3

oikos, Lokalgruppe Tübingen

Zero-Waste Workshop

In Deutschland produziert jeder im Jahr über 600 kg Abfall. Deutschland hat damit EU-weit das zweithöchste Müllaufkommen pro Kopf.

Nachdem uns die Bloggerin Shia Su aus Bochum letztes Jahr in Tübingen besucht und über Abstract: ihren Zero-Waste-Lifestyle referiert hat, bieten wir von oikos Tübingen euch nun die Möglichkeit, selbst einige ihrer Rezept-Alternativen für verschiedene alltägliche Produkte auszuprobieren – wir machen Zahnpasta, Mundspülung, Spüli und sogar festes Parfüm selbst!

Zutaten und Materialien werden von uns gestellt – bitte bringt aber selbst kleine Behälter, z.B. alte Marmeladen Gläser, mit, damit ihr eure Produkte dann auch zuhause weiter verwenden könnt. Außerdem werden wir die Idee hinter dem Zero-Waste-Konzept vorstellen und den Workshop mit einer kleinen Diskussion abschließen.

oikos Tübingen ist eine gemeinnützige studentische Organisation. 2010 von Wirtschaftsstudenten der Universität Tübingen gegründet, ist unser erklärtes Ziel die Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte in den Wirtschaftswissenschaften. Die Organisation besitzt ein internationales Netzwerk mit über 40 Standorten auf 4 Kontinenten. Bei unserer Arbeit zielen wir auf die Vertiefung wirtschaftlicher Themen mit speziellem Bezug zur Nachhaltigkeit ab. Mit unserer Arbeit schaffen wir eine Ergänzung zum Studium.  Im Fokus stehen praxisnahe und aktuelle Themen.

 

Slot 2,  WS 4

Fachsprachenzentrum der Uni Tübingen, Paul Kingsbury

Sustainability, Durabilité, Sostenibilidad – Ein Vorgeschmack auf die Nachhaltigkeits-Sprachkurse des Fachsprachenzentrums

Das Fachsprachenzentrum bietet mehrere Sprachkurse mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und/oder Ethik an, und zwar Round Table (Englisch) und Table Ronde (Französich) auf B2-Niveau; Turning The Air Blue, Environnement et éco-responsabilité,  Ética y sostenibilidad, Ethics in Science & Technology und Éthique des sciences et  technologies (C1) sowie Global Issues & Ethics (C2).

Diese Kurse sind Teil unseres UNIcert®-Programms und auch für das Studium Oecologicum anrechenbar. Weitere Einzelheiten finden Sie auf unserer Homepage.

Unser ‚Workshop‘ beeinhaltet drei Teile:

  • eine kurze Einführung (in deutscher Sprache) mit weiteren Informationen über unsere Kurskonzepte sowie Modalitäten wie Kursanmeldung;

  • sprach- und nachhaltigkeitsorientierte Aktivitäten mit  einer unserer Französisch-Dozentinnen, Dr Marie-Ange Do Cao;

  • eine ‚typische‘ Sprachkurs-Simulation in Englisch zu den Themen ‚Circular Economyund ‚Corporate Social Responsibilitymit dem Englisch-Dozenten Paul Kingsbury (B1-B2 Niveau, ca. 4-5 Jahre Schulenglisch – oder gerne mehr – bei den Teilnehmenden wäre optimal).

Sie sind bei unserem Beitrag zur Week of Links herzlich willkommen!

Slot 2,  WS 5

Britta Ney & Hannah Schmitt

Das Leben der Bienen, als Wildvolk und in der Imkerei

Das Bienenvolk stellt ein unglaublich komplexes und fein angepasstes System dar. Wer sich mit Bienen beschäftigt wird die Natur und Umwelt mit anderen Augen betrachten, da Bienen mit der Bestäubung einen wesentlichen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht leisten.

In unserem Workshop wollen wir mit euch direkt an unsere Völker gehen, diese mit euch zusammen beobachten und zeigen wie ein Umgang mit Bienen aussehen kann. Natürlich ist dieser Teil des Workshops abhängig von gutem Wetter. Bei schlechtem Wetter reagieren die Bienen sehr Launisch auf Eindringlinge und das wollen wir den Bienen (und uns) natürlich ersparen. Wir werden euch ebenfalls die wichtigen Gerätschaften der Imkerei zeigen, dabei immer wieder darauf eingehen wie Völker natürlich leben und wie wir sie in der konventionellen Imkerei halten. Dabei sollte der Blick auch kritisch sein, gegenüber Methoden und Möglichkeiten verschiedener Formen der Imkerei, vor allem in Hinblick auf die momentane zunehmende Not der Bienen – Durch neue Krankheitserreger und deren Bekämpfung, die Umwelt mit einer verarmten Landschaft und der zunehmende Einsatz von Pestiziden.

Wir, Hannah und Britta, sind beide als Hobby-Imker tätig und haben momentan 5 Völker. Hannah hat außerdem im Rahmen von ihrem Studium und Beruf noch weitere Erfahrungen in anderen Aspekten mit Bienen sammeln können.

Wir freuen uns auf euer kommen!

Slot 2,  WS 6

Rethinking Economics, Tübingen

Dimensionen der Ungleichheit in der Westlichen Welt

In den letzten Jahrzehnten konnten große Erfolge bei der Bekämpfung der Armut in den Ländern des Globalen Südens verzeichnet werden. In den entwickelten Industriestaaten geht im gleichen Zeitraum die Schere zwischen Arm und Reich jedoch stark auseinander.

Mittlerweile ist das Problem der zunehmenden Ungleichverteilung auch in der öffentlichen Debatte sehr präsent. Das ist nicht zuletzt dem französischen Ökonom Thomas Piketty zu verdanken, der mit “Das Kapital im 21. Jahrhundert” die erste großangelegte Studie zur Geschichte und Theorie der Vermögensverteilung vorlegte und damit einen vielbeachteten Bestseller-Erfolg landen konnte.

Im Workshop wollen wir uns dem Thema Ungleichheit aus verschiedenen Perspektiven nähern. Zum einen werden wir Pikettys Thesen und die Einwände seiner Kritiker analysieren. Dabei wird die Frage im Mittelpunkt stehen, ob, und wenn ja warum, Ungleichheit problematisch ist – ob sie etwa mit den Zielen sozialer Nachhaltigkeit vereinbar ist – und was gegebenenfalls dagegen unternommen werden kann. Zum anderen soll ein weiterer wichtiger, von Piketty nur am Rande berücksichtigter Faktor beleuchten werden: der Übergang zwischen zwei grundlegend unterschiedlichen Wirtschaftsordnungen, Keynesianismus und Neoliberalismus, der seit den 1980er Jahren zu beobachten ist und der nach Meinung vieler Experten einen entscheidenden Anteil an der beobachteten Dynamik hat.

Rethinking Economics, Tübingen ist eine Studierendeninitiative, die sich für einen pluralen und interdisziplinären Ansatz in Lehre und Forschung der Wirtschaftswissenschaft einsetzt und zu einer informierten und kritischen gesellschaftlichen Debatte über wirtschaftspolitische Themen beitragen möchte.

Slot 2,  WS 7

You-manity Tübingen e.V

Entwicklungszusammenarbeit – eine Einführung in Chancen und Scheitern

Was ist Entwicklungszusammenarbeit? Was kann sie leisten? Wo kann sie schaden? Wie kann man sie verbessern? In diesem Workshop wollen wir versuchen gemeinsam diese Fragen zu beantworten. Wir wollen eine Einführung in wichtige Begriffe, Akteure, Methoden und Theorien von Entwicklungszusammenarbeit bieten wodurch alle Teilnehmer ein Grundverständnis von EZ erlangen sollen. Dies alles, um am Schluss darüber zu diskutieren, ob, wo und wie jeder von uns selbst aktiv werden kann.

Die Ziele des Workshops sind, ein eigenes Verständnis von dem Begriff „Entwicklung“ zu erarbeiten, Kritik an der aktuellen Verwendung des Begriffs kennenzulernen und Perspektiven für eigenes konkretes Engagement entwickeln.

You-manity Tübingen e.V. ist eine studentische Initiative die sich mit Nachhaltigkeit, Globaler Gerechtigkeit, Flucht- und Asyl sowie Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzt. Wir veranstalten regelmäßig Workshops und Bildungsveranstaltungen zu diesen Themen und treffen uns immer dienstags im Semester um gemeinsam zu diskutieren und zu planen. Du hast Lust dich bei uns zu engagieren? Schau gerne bei uns vorbei: http://tuebingen.you-manity.org/ oder https://www.facebook.com/you.manity/

Slot 2,  WS 8

Marius Albiez und Andri König (IZEW)

Nachhaltiger Energiekonsum: Wieviel ist genug und gut?

Ist die Art und Weise wie wir wohnen oder uns fortbewegen nachhaltig? Und wie kann unser Lebensstil nachhaltiger werden? Die Erzeugung von und der Umgang mit Energie spielen bei der Bearbeitung dieser Fragen eine zentrale Rolle. Denken wir an die nachhaltige Entwicklung des Energiesystems, werden beispielsweise der Einsatz effizienterer Heizsysteme, der Ausbau erneuerbarer Energien oder die Umgestaltung des Stromnetzes intensiv erörtert. Inwiefern eine Senkung des Energiekonsums zu einer Nachhaltigen Energiewende beitragen kann und geboten ist, steht hingegen nicht im Zentrum der Debatte. Dies gilt ebenso für die Verknüpfung unseres Energielebensstils mit der Frage nach dem guten Leben.

In unserem Workshop wollen wir uns mit diesen Themen beschäftigen. Dabei werden wir zunächst beleuchten, welchen Beitrag ein maßvoller Umgang mit Energie für eine Nachhaltige Entwicklung leisten kann. Im Anschluss werden unterschiedliche Vorstellungen eines suffizienten Energiekonsums und des guten Lebens diskutiert. Handelt es sich dabei um Entscheidungen, die jeder für sich selbst treffen sollte oder gibt es ethisch betrachtet gute Gründe für einen gesellschaftlichen Wandel hin zur Suffizienz? Ob nun Privatsache oder Aufgabe von Gesellschaft und Politik, beide Dimensionen werfen Fragen der Gerechtigkeit auf, die im Workshop erarbeitet und diskutiert werden sollen.

Slot 3, Postwachstum: Donnerstag, 5.10, 14.00 – 17.00

Slot 3,  WS 1

WS 1:

Die Wachstums-Frage stellen:

Aktions-Workshop zur Vorbereitung einer öffentlichen Aktion am Ende der Week of Links

 

Wenn wir über die Zukunft und über nachhaltige Entwicklung nachdenken, müssen wir auch über das Wirtschaftswachstum nachdenken. Aber wer tut das schon, im Alltag, als Konsument? Wie können Menschen „auf der Straße“ dazu bewegt werden, sich mit dem Wirtschaftswachstum und seinen Auswirkungen auf Umwelt, globale Gerechtigkeit und die eigenen Lebensverhältnisse auseinanderzusetzen?

Im Workshop werden verschiedene Methoden für Bildungs- und Informationsarbeit im öffentlichen Raum gezeigt. Darauf aufbauend entwickeln die Teilnehmer*innen eine kleine Aktion, die sie am Abschlusstag der WoL in der Tübinger Innenstadt durchführen.

Der Referent Marc Amann ist Diplom-Psychologe, Aktionstrainer und Autor von go.stop.act – Die Kunst des kreativen Strassenprotests

Slot 3,  WS 2

WS 2:

Buen Vivir

Vom Wachstum zum guten Leben – eine indigene Perspektive auf Entwicklung

Soziale und indigene Bewegungen im globalen Süden stellen seit einigen Jahren das westliche Verständnis von Entwicklung und Wirtschaftswachstum in Frage und stellen ihm eigene Konzepte entgegen.

In Ecuador und Bolivien wurde das Konzept des „Buen Vivir“ in die Verfassungen ausgenommen. Es bietet einen Ansatz für ein gutes Leben das ohne „mehr und besser“ auskommt und uns helfen könnte aus dem Wachstumszwang herauszukommen.

Saron Cabero ist in Bolivien geboren und kommt aus zwei verschiedenen indigenen Familien (Quechua und Aymara). In Bolivien hat sie bereits als Lehrerin gearbeitet. Als Bildungsreferentin hat sie den Wunsch verwirklicht, etwas von ihrer Kultur in Deutschland weitertragen zu können.

Slot 3,  WS 3

WS 3:

Postwachstumsgesellschaften

Community Entrepreneurship- Zukunftsfähige Wirtschaftsgemeinschaften (CSX) als Baustein einer
gemeinschaftsgetragenen Ökonomie und Ausweg aus dem Wachstumszwang

Die Verengung der betriebswirtschaftlichen Betrachtung auf rein marktwirtschaftlich sowie gewinnmaximierend verstandenes Unternehmertum hat in der Vergangenheit maßgeblich zu einer Verschärfung sozio-ökologischer Nachhaltigkeitsdefizite beigetragen. Mehr denn je braucht es deshalb
neue und innovative Formen des Unternehmerischen, die das Ökonomische wieder in den Dienst von Gesellschaft und Natur stellen. Ein erfolgreicher und zugleich zukunftsfähiger Ansatz ist die Community Supported Agriculture (CSA), auch bekannt als solidarische Landwirtschaft. Diese Landwirtschaftsgemeinschaften haben den Beweis angetreten, dass ein betriebswirtschaftlich umsetzbares Business-Modell jenseits gängiger wachstumsabhängiger Marktlogiken möglich ist.
Bisher fehlt es an einer betriebswirtschaftlichen Aufarbeitung dieses Business-Modells, wie es in anderen Bereichen mit der Idee des Social Entrepreneurship gelungen ist.

Deshalb gilt es, die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Ideen des CSA-Ansatzes auf andere Versorgungsfelder übertragen werden können: Aus Community Supported Agriculture (CSA) wird Community supported X (CSX) als Baustein eines zukunftsfähigen Community Entrepreneurships.
CSX bieten das Potential, dass trotz steigenden Wettbewerbsdrucks und einer zunehmenden Unternehmenskonzentration das Überleben einzelner ökonomischer Produktionsbereiche lokal sichergestellt werden kann. Damit gewinnen Kommunen und Regionen wichtige ökonomische Gestaltungsspielräume zurück. Der Aufbau einer lokalen Community Supported Economy wird möglich, in welcher sich gemeinschaftlich getragene Unternehmen an den Bedürfnissen der Verbraucher orientieren und gleichzeitig Aspekte sozial-ökologisch nachhaltiger Produktion integrieren.

Im Workshop wird der community supported Agriculture Ansatz und seine Übertragungsmöglichkeiten auf andere Zweige in kreativer Weise mit den Teilnehmer*innen erarbeitet. Nach einem kurzen Impulsvortrag, können die
TeilnehmerInnen in Kleingruppen die Impulse anhand beispielhafter CSX-Projekte in World-Cafés vertiefen.

Slot 3,  WS 4

WS 4:

Plurale Ökonomik

Zukunftsfähigkeit statt Wachstumssucht

Die Wachstumsfrage und ihre Lösungsansätze in studentischen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen

Wirtschaftswachstum spielt in der Politik eine zentrale Rolle. Gleichzeitig merken wir, wie das Wachstum immer größere negative Nebeneffekte erzeugt: Soziale Polarisierung, Burnout und ökologische Zerstörung lassen grüßen.

Doch dass Ökonomen als Berater der Regierungen keine Alternativen anbieten können, liegt auch an den heutigen Wirtschaftswissenschaften. Diese nehmen alternative Ansätze zur Wachstumspolitik zu wenig in den Blick, die nach einer sozialen und ökologischen Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft suchen. Seit einigen Jahren treten deswegen Studierende für ein Umdenken in den Wirtschaftswissenschaften ein. Sie fordern unter anderem, dass Wirtschaftswachstum als eines von vielen gesellschaftlichen Zielen schon in der Ausbildung kritisch reflektiert werden muss.

In dem Workshop wird zunächst das Problem untersucht: Woher kommt die Vorstellung, es müsse Wirtschaftswachstum geben? Welche Gründe sprechen dafür, welche dagegen? Welche Rolle spielen das Individuum oder der Staat in der Überwindung der Wachstumssucht?

Im zweiten Schritt werden verschiedene alternative Ideen dargestellt, die in den letzten Jahren entwickelt wurden und welche Organisationen und Gruppen dahinter stehen. Initiativen wie das Netzwerk Plurale Ökonomik, das ZOE-Institut für zukunftsfähige Ökonomien oder das Konzeptwerk Neue Ökonomie und andere werden vorgestellt.

Der Referent Jonathan Barth hat Umweltmodellierung (M.Sc.) mit dem Fokus auf Umwelt- und Ressourcenökonomik studiert. Er engagiert sich seit 2014 im Netzwerk Plurale Ökonomik, ist Mitgründer des ZOE-Instituts und unter anderem Mitglied im Think Tank 30 des Club of Rome Deutschland. Seine inhaltlichen Themenschwerpunkte sind Alternativen zur Wachstumspolitik, die Energiewende und Möglichkeiten der Veränderung der Wirtschaftswissenschaften.

Slot 3,  WS 5

WS 5:

Wachstumsforschung

Nachhaltiges Wachstum in der aktuellen akademischen Debatte

Slot 3,  WS 6

WS 6:

Suffizienz

Wie viel ist genug?!

Suffizienz im Altag und in der Gesellschaft

Bei dem Thema Suffizienz handelt es sich weder um eine Herzkrankheit noch um eine neue religiöse Ausrichtung, sondern um eine Auseinandersetzung mit der Frage, wieviel wir wirklich brauchen und wann es „genug“ ist – individuell, in Politik und Gesellschaft.

In dem Workshop werden wir uns dem Thema Suffizienz aus zwei Perspektiven nähern. Zum einen als Nachhaltigkeitsstrategie, die in Frage stellt, ob ewiges Wachstum mit echter Nachhaltigkeit vereinbar sein kann. Denn wenn wir umweltfreundlich mehr verbrauchen hat die Umwelt da am Ende wenig von.

Suffizinz ist aber mehr, als nur eine Strategie ökologischen Grenzen zu begegnen. Es geht auch um die Frage, was wir brauchen um ein gutes Leben zu führen? Bedeutet ein suffizienter Lebensstil Verzicht oder ist es die Befreiung vom Überfluss?

Die BUNDjugend beschäftigt sich mit dem Thema Suffizienz schon lange und richtete 2014/15 ihr Schwerpunktthema danach aus. Auch im aktuellen Schwerpunktthema „Ressourcen verschwenden- Ressourcen verwenden“ spielt Suffizienz als Strategie eine wichtige Rolle.

Slot 3,  WS 7

WS 7:

Die Agenda 2030 und das Wachstumsproblem

Lassen sich die 2016 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele für Nachhaltige Entwicklung mit Postwachstumsstrategien vereinbaren?

Slot 2 & 3: Ganztägige Exkursionen

Slot 2 & 3, Exkursion 1

VAUDE GmbH

Das nachhaltige Firmenkonzept von VAUDE

Bei dieser ganztägigen Exkursion wird der Outdoor-Artikel-Hersteller VAUDE besichtigt. Seit 2001 arbeitet VAUDE mit dem strengen Umweltstandard bluesign®, der die gesamte textile Wertschöpfungskette kontrolliert. Außerdem wurde das Familienunternehmen als erstes Outdoor-Unternehmen nach EMAS öko-zertifiziert und erstellt jährlich die Gemeinwohl-Bilanz der Gemeinwohlkökonomie-Bewegung. Ziel ist es, auch in Zukunft die Umweltleistung zu verbessern und die gesamte Produktpalette Schritt für Schritt maximal umweltfreundlich herzustellen. Welche Schritte das konkret vorsieht, welche Erfolge bisher erzielt wurden und welche aktuellen Herausforderungen bestehen, soll bei einer Führung durchs Unternehmen hautnah erlebbar werden.

Slot 2 & 3, Exkursion 2

Streuobstsolawi Tübingen, Herrmann Kley

Ein Tag mit der Streuobst-Solawi während der Hauptsaison

Die solidarische Landwirtschaft (Solawi) bietet Menschen spannende Wege, ihren Ernährungsalltag in jeglicher Hinsicht gemeinsam mit anderen nachhaltig zu gestalten und nötiges Praxiswissen zu stärken. Die Streuobst-Solawi wurde 2015 initiiert und erwirtschaftet aus dem wertvollen Obst unserer Landschaft und Streuobstwiesen ein ganzjähriges und vielfältiges Lebensmittelangebot. Gemeinsam entdecken wir Saisonalität und Regionalität, schaffen gute Beziehungen und entdecken das Obst in unserer Umgebung neu. Wir arbeiten mit erfahrenen Produzenten zusammen. Sie tragen die Hauptverantwortung, während du dich entsprechend deiner Interessen und Möglichkeiten mit Ideen und Tatkraft einbringst und all dies mit anderen teilen kannst. So gewinnen wir gemeinsam Einblicke, Wissen und die Fähigkeit, unsere Ernährung zu gestalten. Es entstehen Transparenz und Durchlässigkeit zwischen Konsum und Produktion, die sonst nicht möglich wären. Weltweit entstehen seit Jahren Solawis und schaffen ein Netzwerk kleinteiliger dezentraler Strukturen, die bäuerliche Landwirtschaft, nachhaltige Produktion, Beziehung und Wissensproduktion und somit Empowerment ermöglichen. Über das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und das internationale CSA-Netzwerk sind wir weltweit vernetzt.

Unser Workshop bietet dir Gelegenheit, einen Tag in der Hauptsaison dabei zu sein. Wir wollen gemeinsam ernten, Saft machen/mosten, dörren u.ä. Durch aktives Mitwirken, Fragen und Diskutieren lernst du die Idee näher kennen.

Slot 4: Freitag, 6.10., 10.00 – 13.00

Slot 4,  WS 1

living utopia, Tobi Rosswog

Geldfreier leben – Wege in ein neues Miteinander

Der Aktivist, Initiator und freie Bildungsreferent Tobi Rosswog hat das Gedankenspiel zum Lebens-Experiment gemacht, verschenkte all sein Geld und lebte zweieinhalb Jahre lang radikal geldfrei. Er wird in einem 30-minütigen interaktiven Impulsvortrag von den Lernwegen, Erfahrungen und Perspektivwechseln seiner radikal geldfreien Zeit erzählen. Welche Herausforderungen gab es – welche Widersprüchlichkeiten zum aktuell herrschenden kapitalistischen System gibt es? Was hat ihn zum Umdenken angeregt und was begeistert? Durch Erfahrungen und gelebte Praktiken soll auch die Philosophie und Idee eines geldfreieren Lebens skizziert werden.

Dann wird es die Gelegenheit zum Austausch über die Idee einer geldfreieren Gesellschaft geben – einer Welt in Kooperation anstatt in Konkurrenz, eine Gesellschaft frei von Verwertungslogik, Leistungsdruck und (Selbst-) Optimierungswahn?

Slot 4,  WS 2

PapierPilz e.V.

Kreatives Prä-Recycling mit PapierPilz e.V. – Müll ist Material am falschen Ort

Müll ist Materie zur falschen Zeit am falschen Ort” lautet das Motto des PapierPilzes. Dieser gemeinnützige Verein aus Tübingen möchte Euch in die Welt der Ressource Papier entführen. Wie wird die hergestellt? Wie verwendet? Wie verbraucht? Und warum lohnt es sich darüber Nachzudenken?

Zu Beginn bereiten wir euch auf die magische Metamophose vom Homo sapiens zum Fungus papieridus vor. Wir bieten Informationen zur  Produktion von Papier, ihre Folgen, die Verwendung und die Umstände des Recyclings. Dann gibt es eine kleine Geschichte zur Ontogenese (Individualentwicklung) & Phylogenese (Stammesentwicklung) des PapierPilzes in Tübingen und ein paar Moralsporen zum Naschen. Im praktischen Teil legen wir gemeinsam Hand an. Aus Pizzakartons, alten Kalendern & einseitig bedrucktem Papier metabolisiert jede teilnehmende Hyphe gemeinsam mit uns ihr eigenes nachhaltiges Schreibmaterial für den täglichen Gebrauch. Kreativ und einzigartig! Auch werden wir aus alten Tetrapacks Geldbeutel basteln. JUHU Upcycling! Habt ihr noch tolle Ideen auf Lager? Packt sie und das benötigte Material mit in euer Gepäck und ab zum Workshop!

Wer wir sind, wer wir waren: Ganz am Anfang waren wir Gökçe, Astrid, Philipp und Klaus. Damals waren wir insgesamt 6,96 m groß und 107 Jahre alt. Wer wir jetzt sind (außer Helden): Später sind wir gewachsen, bis wir beinahe unendlich riesengroß waren und sind mittlerweile ein gemeinnütziger Verein mit bald zwanzig Mitgliedern. Gerade sind viele in die Ferne gewachsen & wir freuen uns über frische Fische. Was wir tun: wir sammeln Fehlkopien und Papierabfälle… Wie bitte? Wir sammeln Fehlkopien und Papierabfälle, ist doch klar. Und binden diese wieder zu Spiralblöcken zusammen, mit denen ihr dann wieder arbeiten könnt. Ah ja. ja. genau. und weiter? weiter? Ja, was soll das bringen? Also uns bringt das zunächst mal den Spaß am Einsatz für eine Supersache™. Euch bringt das einen tiefen Einblick in die Wegwerfwelt der Wissenschaft und müllästhetische Arbeitsmaterialien für euren Alltag als Studenten, Schriftsteller, Maler und Menschen. Und der Natur… bringt’s auch was.

Slot 4,  WS 3

Ingo Rohlfs

Ein Schlüssel für Nachhaltigkeit im Verkehr: Die Überwindung moderner Mythen

Verkehr – einer der wichtigsten der kritischen Felder. Enorme Mengen Energie werden hier verbraucht, fossile und „Denkenergie“. Wenige der klassischen Nachhaltigkeitsthemen lösen so viele Emotionen aus.

Warum ist das so? Warum gehören die Erkenntnisse der Wissenschaft in diesem Feld zu den meistignorierten? Hier kommt die Wirkkraft der Mythen in Spiel. Mythen sind nicht irgendwas altes, überholtes. Sondern haben elementare Wucht auf nahezu alles und jeden.

In diesem Workshop werden zunächst Werkzeuge zum Erkennen von Mythen an praktischen Beispielen und neueren Entwicklungen vorgestellt. Danach sollen kreativen Wege entwickelt und geprüft werden, dunkle Mythen aufzulösen oder fruchtbar werden zu lassen.

Ingo Rohlfs ist seit 25 Jahren im ADFC aktiv, Mitglied des erweiterten Bundesvorstandes des FUSS-e.V. und berät Gemeinden und Landesregierungen zu Verkehrsfragen.

Slot 4,  WS 4

Act for Animals e.V.

Ethik und Nachhaltigkeit des Konsums tierischer Produkte

Der Workshop soll im Rahmen kürzerer Vorträge durch die Dozenten und daran anschließender gemeinsamer Diskussionen Fragen rund um Ethik und Nachhaltigkeit des Konsums tierischer Produkte behandeln. Der Workshop beleuchtet, welchen Stellenwert Tiere – darunter insbesondere Nutztiere – in unserer Gesellschaft haben. Er geht darauf ein, welche Entwicklungen das System der Massentierhaltung in den letzten Jahrzehnten genommen hat. Die Folgen dieser Entwicklung können wiederum aus der Perspektive der Nachhaltigkeit analysiert und bewertet werden. Ebenfalls Gegenstand des Workshops soll es sein, die bestehenden politischen Diskussionen rund um die angesprochenen Themen zu verbinden mit Fragen des individuellen ethischen Konsums.

Der Verein Act for Animals ist ein Zusammenschluss von Menschen, welche sich für den Schutz von Tieren einsetzen. Der Verein wirbt dafür, dass Tiere als fühlende, zu respektierende Individuen wahrgenommen werden. Gleichzeitig setzt er sich für Veränderungen hinsichtlich des Systems der Massentierhaltung ein.

Slot 4,  WS 5

Gemeinwohlökonomie, Lokalgruppe Tübingen

Wirtschaften fürs Gemeinwohl?

Eine große Mehrheit (67 Prozent) sieht laut Studie Umweltbewusstsein Deutschland 2014 eine neue Ausrichtung des Wirtschaftssystems – weg vom BIP-Wachstum, hin zur Lebenszufriedenheit – als wichtigstes Ziel der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Hohe Zustimmungswerte gab es unter den jungen Menschen. Hier wünschen sich sogar 70 Prozent anstelle des Bruttosozialprodukts, die Messung des Bruttosozialglücks als neuen Indikator.

Die Gemeinwohl-Ökonomie (https://www.ecogood.org/de/) orientiert sich genau daran, nämlich am eigentlichen Zweck des Wirtschaftens – der Erfüllung unserer menschlichen Bedürfnisse. Das Geld ist hingegen nur ein Mittel des Wirtschaftens: Die Wirtschaftsleistung, in Geld gemessen, sagt nichts darüber aus, ob das Gemeinwohl steigt oder sinkt. Um zu messen, ob der Zweck erfüllt wird, sind andere Messgrößen gefragt. Wir wollen uns im Seminar anschauen, welche Messgröße die Gemeinwohl-Ökonomie hierfür vorschlägt, und uns mit unterschiedlichen Aspekten des Gemeinwohls beschäftigen. Des Weiteren sollen demokratische Prozesse gemeinsam erarbeitet und erlebt werden, da diese wichtige Grundlage für das Gelingen einer gemeinwohlorientierten Ökonomie darstellen.

Slot 4,  WS 6

Jan Stratil

Globale Gesundheit – Von Armut, Ungleichheit und sozialer Gerechtigkeit

Stell dir vor, du steigst in die U-Bahn und innerhalb weniger Stationen sinkt die durchschnittliche Lebenserwartung der Bewohner um mehr als 10 Jahre. Unsere Welt ist geteilt. Nicht nur in arm und reich, sondern auch darin, wie Gesundheit und Krankheit Menschen in deren Selbstverwirklichung bestimmt. Diese Gräben ziehen nicht mehr nur zwischen reichen und armen Ländern, sondern auch mitten durch unsere Gesellschaft. In dem Seminar wollen wir uns mit Ausmaß und Ursachen der ungleichen Verteilung von Krankheit und Gesundheit auf globaler, nationaler und lokaler Ebene beschäftigen. Und dem Konflikt zwischen freier Entscheidung von Individuen, Verantwortung von Staaten und Rechten der Gesellschaft. Dabei soll es weniger um Medizin, als vielmehr um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gehen.

Jan Stratil ist PhD Student der Public Health und Epidemiologie in München mit Schwerpunkt komplexen Interventionen. Er hat Medizin und Geographie in Tübingen studiert und sich intensiv mit Entwicklungszusammenarbeit und Themen der Globalen Gesundheit auseinandergesetzt.

Slot 4,  WS 7

Rethinking Economics, Tübingen

Die Eurokrise – Wie könnte eine nachhaltige Lösungs aussehen?

Seit über sieben Jahren, als einige ihrer Mitgliedsstaaten in Zahlungsschwierigkeiten gerieten, wird die Eurozone von einer schwerwiegenden Krise heimgesucht. Das Krisenmanagement der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF konnte bisher nicht die erwünschte Wirkung erzielen, von einem absehbaren Ende der Krise kann keine Rede sein. Es stellt sich die Frage, ob die richtigen Maßnahmen nur noch nicht ihre volle Wirkung entfalten konnten oder ob die sie selbst teil des Problems geworden sind. Die Antwort ergibt sich logischerweise aus einer Analyse der Ursachen und Natur der Krise.

Im Workshop werden wir verschiedene Interpretations-Ansätze diskutieren. Dabei wollen wir insbesondere auf den Problemkomplex unausgeglichener Handelsbeziehungen zwischen verschiedenen Ländern eingehen. Hieran anknüpfend werden wir außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte in einem größeren Kontext betrachten und fragen, inwiefern sich über die Eurozone hinaus wichtige Erkenntnisse für ein optimales Design der Weltwirtschaft als Ganzer ergeben. Der Workshop setzt kein wirtschaftswissenschaftliches Vorwissen voraus und ist allgemeinverständlich gehalten.

Rethinking Economics, Tübingen ist eine Studierendeninitiative, die sich für einen pluralen und interdisziplinären Ansatz in Lehre und Forschung der Wirtschaftswissenschaft einsetzt und zu einer informierten und kritischen gesellschaftlichen Debatte über Wirtschaftspolitik beitragen möchte.

Slot 4,  WS 8

Global Marshall Plan Tübingen,

You-manity Tübingen e.V.,

#raw,vegan,healthy – nachhaltig oder nur hip?

Essen ist Lifestyle. So zumindest scheint es aktuell wenn man diverse Blogs, Zeitschriften, Instagram, Facebooks und Co. betrachtet. Gutes Essen ist Thema Nummer eins und das ist grundsätzlich auch gut so. Aber nur selten wird ein Schritt weiter gegangen und hinter die Fassade geblickt. Dabei gehört nachhaltige Ernährung mindestens genauso sehr zu einem bewussten Umgang mit Lebensmitteln wie der Aspekt des Genusses oder der Gesundheit.

In unserem Workshop möchten wir eben diesen Schritt tun und uns gemeinsam überlegen, was nachhaltige Ernährung bedeutet. Was steckt hinter unseren Lebensmitteln? Welche Konzepte und Handlungsmöglichkeiten gibt es für den Einzelnen? Im Rahmen des Workshops möchten wir dabei grundlegende Probleme und Konfliktlinien zum Thema nachhaltige Ernährung diskutieren und dazu anregen das eigene Verhalten – auch im Austausch mit den anderen Teilnehmern – kritisch zu hinterfragen. Durch Gruppenarbeiten, Diskussionen und interaktive Methoden wollen wir uns gemeinsam erarbeiten was hinter nachhaltiger Ernährung steckt. Was verbirgt sich hinter ‚superfoods‘ und welche Alternativen gibt es? Was bedeutet es regional und saisonal einzukaufen? Welche Lebensmittel haben den größten Einfluss auf das Klima? Welches Bio-label ist eigentlich das stärkste? Du hast Lust dich mit diesen und weiteren Grundlagen von nachhaltiger Ernährung auseinanderzusetzen? Dann freuen wir uns auf deine Teilnahme bei unserem Workshop!

You-manity Tübingen e.V. ist eine studentische Initiative die sich mit Nachhaltigkeit, Globaler Gerechtigkeit, Flucht- und Asyl sowie Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzt. Wir veranstalten regelmäßig Workshops und Bildungsveranstaltungen zu diesen Themen und treffen uns immer dienstags im Semester um gemeinsam zu diskutieren und zu planen. Du hast Lust dich bei uns zu engagieren? Schau gerne bei uns vorbei: http://tuebingen.you-manity.org/ oder https://www.facebook.com/you.manity/

Global Marshall Plan Tübingen ist eine Student*innengruppe, die sich für eine gerechtere und ökologischere Welt einsetzt! Wie wir das machen? Wir organisieren Veranstaltungen, Konzerte, Unterschriftenaktionen und Workshops, um auf wichtige politische Themen aufmerksam zu machen. Dabei wollen wir bewusst auch politisch eher uninteressierte Menschen erreichen und machen deswegen auch Themenwochen, Konzerte, Poetry Slams und Parties! Zusätzlich bringen wir uns auch aktiv ein und investieren Geld in Mikrokreditprojekte, um Menschen in Entwicklungsländern die Realisation ihrer Unternehmensideen zu ermöglichen. Du findest uns unter: https://www.facebook.com/GMPTue/ oder http://www.gmpi-tuebingen.de/

Slot 4,  WS 9

INWO, Helmut Rau

Grundgedanken einer Boden- und Ressourcenreform

Die Bodenreformer gingen u. a. von der erschütternden Einsicht aus, dass der Mensch bei seiner Geburt die Erde vergeben und verteilt vorfindet und daher zum Überleben – wie ein Fremder – genötigt ist, für ihre Nutzung ein Entgelt an diejenigen zu zahlen, die vor ihm da waren und auf irgendeinem Wege zu ausschließlichen Rechten am Boden und den übrigen natürlichen Ressourcen gekommen waren.

Die Reform selbst wurde in verschiedenen Varianten und in unterschiedlichem Umfang vertreten. Aber ihre Grundgedanken sind einfach und lassen sich in drei Schritten darstellen:

Gemeinschaftsebene: Die ganze Erde wird als Erbteil der gesamten Menschheit angesehen.

Zuordnungsebene: Der Einzelne kann den Boden und die übrigen natürlichen Ressourcen nutzen gegen laufendes Entgelt, wobei die Nutzungsrechte von der Gemeinschaft in Meistgebotsverfahren vergeben werden, an denen sich jeder beteiligen kann.

Aufteilungsebene: Die Einnahmen, die die Gemeinschaft dadurch erhält und die den ökonomischen Gegenwert der Nutzungsrechte darstellen, verteilt sie gleichmäßig pro Kopf der (Welt-) Bevölkerung zurück. Für den, der nicht mehr und nicht weniger Boden als der Durchschnitt seiner Zeitgenossen in Anspruch nimmt, ist dessen Nutzung im Ergebnis kostenlos, weil das Nutzungsentgelt, das er dafür bezahlen muss, dem Betrag entspricht, den er als gleicher Mensch bei der Rückverteilung erhält. Verhält sich jemand verantwortungsvoll mit unserem Boden und den Ressourcen und nutzt davon weniger als der Durchschnitt erhält er mehr als er bezahlt und bezieht somit ein ressourcengestütztes Grundeinkommen.

Slot 4,  WS 10

Holger-Andreas Elsner

Nachhaltige Entwicklung beginnt in unserem Denken!

Der Paradigmenwechsel hin zu sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit beginnt in unserem Denken. Einstein bringt dies mit seinem berühmten Zitat „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“ auf den Punkt. Beim Workshop geht es um das Potenzial und die Umsetzung dieser „neuen“ Denkweise. Studierende können als spätere Führungskräfte an einflussreichen Positionen in Unternehmen und Gesellschaft wesentliche Impulse setzen und Visionen vermitteln, verkörpern und realisieren. Hierzu bedarf es allem voran sog. persönlicher „soft skills“: Intuition, Empathie und Charisma machen den Unterschied zwischen erfolgreichen Führungspersonen und Mitarbeitern.

Der Workshop vermittelt theoretische Zusammenhänge, Beispiele aus der Prominenz und Wirtschaft, und bietet praktische Übungen zur Förderung dieser skills. Er zeigt auf, dass diese tatsächlich von der Art des Denkens abhängig sind bzw. hiervon beeinträchtigt werden.

Holger-Andreas Elsner hat >20 Jahre Erfahrung in leitenden Positionen in Wirtschaft und Investment Banking (u.a. Daimler AG, Unicredit). Er ist Autor, Redner und schult Führungskräfte.

 

 

Die Workshops der vergangenen Jahre

Die Workshopbeschreibungen der Week of Links 2016 findet ihr hier.

Die Workshopbeschreibungen der Week of Links 2015 findet ihr hier.